Haben Sie sich als Kursleitung schon einmal gefragt, wie Sie die unterschiedlichen Einstellungen, Vorstellungen und Motivlagen zum Lesen und Schreiben Ihrer Kursteilnehmenden positiv für die Kursarbeit nutzen können?
Der theoretische Ansatz „Literalität als soziale Praxis“ greift diese Gedanken auf. Er sieht Schriftsprache nicht ausschließlich als neutrale Kulturtechnik, sondern berücksichtigt, dass in verschiedenen sozialen Kontexten Schriftsprache sehr unterschiedlich genutzt wird. Verständnis, individuelle Anwendung und Bedeutungszuschreibungen von Schriftsprache zeigen sich dann in sog. individuellen Literalitätskonzepten, die jeder von uns hat. Daran anschlussfähig ist ein ressourcenorientiertes und partizipatives Arbeiten in Verbindung mit der eigenen Biographie.
Das erwartet Sie im Workshop:
- Lerntheoretische Fundierung: Sie erhalten Wissensinputs zu Literalität als soziale Praxis, subjektwissenschaftlichem und transformativem Lernen sowie Biographiearbeit.
- Reflexion der eigenen Perspektive: Sie beleuchten durch vielfältige Übungen und im Austausch mit anderen Ihr persönliches Literalitätskonzept und dessen biografische Wurzeln.
- Impulse für die Praxis: Sie lernen Methoden zum partizipativen und dialogischen Arbeiten in Lese- und Schreibkursen kennen.
Wann?
18.09. | 10:00 – 17:00 Uhr
09.10. | 17:00 – 19:30 Uhr
Wo?
Online
Für Wen?
Die Angebote des Projekts WiBeG richten sich an Akteure und Akteurinnen der Alphabetisierung und Grundbildung.
Dozentinnen
- Antje Pabst – Helmut-Schmidt-Universität/Univ. d. Bw Hamburg
- Melanie Benz-Gydat – Helmut-Schmidt-Universität/ Univ. d. Bw Hamburg
Weitere Informationen und Anmeldung
Weitere Informationen zur Veranstaltung und das Anmeldeformular finden Sie hier.