Diese Fortbildung besteht aus drei Veranstaltungstagen. Die Teilnahme ist nur an der kompletten Fortbildung möglich:
Montag, 29. Juni 2026: 10:00 bis 18:00 Uhr
Dienstag 30. Juni 2026: 09:00 bis 17:00 Uhr
Mittwoch, 01. Juli 2026: 09:00 bis 16:00 Uhr
Die dreitägige Fortbildungsveranstaltung dient der Vermittlung bzw. dem Erwerb grundlegender Kenntnisse und Fähigkeiten für die Unterrichtspraxis in Alphabetisierungskursen. Sie vermittelt theoretische Grundlagen und eine methodische Basis für die praktische Arbeit, gibt Einblicke in die Kurspraxis und präsentiert Unterrichtsbeispiele und Materialien.
Bei der Alphabetisierung von Geflüchteten bzw. Migrantinnen und Migranten besteht eine besondere Herausforderung darin, im höheren Lernalter (erstmalig) Lese- und Schreibkompetenzen in einer zunächst fremden Sprache zu erwerben. Der Schwerpunkt der Fortbildung liegt nicht auf der Vermittlung mündlicher Sprachkompetenzen des Deutschen, sondern auf unterrichtspraktischen Hilfen beim Schriftspracherwerb.
Bei der Alphabetisierung Deutschsprachiger spielt die individuelle Lerngeschichte eine besondere Rolle und wie der mehr oder weniger gescheiterte Schriftspracherwerb während der Schulzeit das Lernen im Erwachsenenalter beeinflusst.
Folgende thematischen Aspekte sind vorgesehen:
- Begrifflichkeiten: primärer, funktionaler und sekundärer Analphabetismus, geringe Literalität
- Zielgruppen: Deutschsprachige, Geflüchtete sowie Migrantinnen und Migranten, Zweitschriftlernerinnen und Zweitschriftlerner
- Lebenssituation(en), Bewältigungsstrategien
- Buchstaben und Laute, Silben, Wörter
- Analyse von Leseproben
- Lehrwerke, Freiarbeitsmaterialien, digitale Medien
- Reflexion von Lehr- und Lernverhalten
- Unterricht auf Textebene, leichte und vereinfachte Texte
- Anleitung zum Schreiben lernereigener Texte
- Umgang mit Fehlern: Fehleranalyse, Fehlerkorrektur, Hilfen zur Selbstkorrektur
- Rechtschreibregeln
Durchgängiges Thema ist, wie in den hyperheterogenen Lerngruppen der Alphabetisierungskurse gemeinsames und individualisiertes Lernen organisiert werden kann.
Wo?
Volkshochschule Frankfurt a.M.
Raum 1005
Sonnemannstraße 13
60314 Frankfurt am Main
Für Wen?
Die Veranstaltung richtet sich an Lehrende,
- die Geflüchtete Migranten und Migranteninnen beim Lesen- und Schreiben lernen unterstützen, die erste Lese- und Schreibkompetenzen erwerben wollen, jedoch keine oder nur geringe mündliche Sprachkompetenzen im Deutschen aufweisen
- die deutschsprachige Erwachsene (funktionale Analphabeten) beim Lesen- und Schreiben lernen unterstützen.
Anmeldung
Die Anmeldung ist über folgenden Link möglich: Alphabetisierung für Erwachsene: Unterstützung beim Schriftspracherwerb in Frankfurt/M.
Anmeldeschluss ist der 12. Juni 2026.
Die Teilnehmendenzahl beträgt maximal 16, mindestens 10. Es wird sich vorbehalten, die Veranstaltung bei Nichterreichen der Mindestteilnehmerzahl abzusagen.
Kosten
150 Euro
Mitglieder des BVAG: 100 Euro
Lehrkräfte in Justizvollzugsanstalten und im Maßregelvollzug: Teilnahme kostenfrei (Spendenprojekt)
Teilnehmende, die selbst zahlen, können sich mit der Anmeldung unkompliziert auf ein Stipendium in Höhe von 50 Euro bewerben.
Dies wird vom Kooperationspartner des Bundesverbandes, der Klett Gruppe mit dem Ernst Klett Sprachen Verlag, ermöglicht.
Leitung
Peter Hubertus (Münster), freiberuflicher Alphabetisierungspädogoge; Leiter von Fortbildungsveranstaltungen in Schule und Erwachsenenbildung, Autor von Fachliteratur, Unterrichtsmaterialien und Lehrwerken.
Mehr zur Kursleitung: https://peterhubertus.de/
Kontakt
Fachliche Fragen:
Dr. Nicole Pöppel
Geschäftsführung Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung e.V.
E-Mail: n.poeppel@alphabetisierung.de
Tel.: 0251/49099649