Bremen

Landespolitische Initiativen

Die Bremische Bürgerschaft hat im Jahr 2013 das so genannte „Bremer Konzept für Alphabetisierung und Grundbildung“ beschlossen. Es stellt den strategischen und inhaltlichen Rahmen dar, Aktivitäten zur Alphabetisierung Erwachsener zu stärken und Angebote der Grundbildung auszubauen. Ziel des Bremer Konzepts ist die Stärkung aller Grundbildungsdomänen, die Öffentlichkeitsarbeit sowie die Gewinnung wichtiger Multiplikatorinnen und Multiplikatoren. Für die Umsetzung ist die Bremer Arbeitsgruppe für Alphabetisierung und Grundbildung zuständig. Koordinierend ist die Senatorin für Kinder und Bildung tätig.

Angebote der Alphabetisierung und Grundbildung teilen sich in zwei Schwerpunkte:

  • Auf Grundlage des Weiterbildungsgesetzes fördert Bremen die Maßnahmen und Kursangebote anerkannter Weiterbildungseinrichtungen als Regelangebot.
  • Das Förderprogramm „Neue Formate in der Weiterbildung“ unterstützt darüber hinaus innovative Projekte, die neue Formate und Lernformen sowie niedrigschwellige Zugänge in der Alphabetisierung und Grundbildung erproben. 

Weitere Mittel stehen über das beschäftigungspolitische Aktionsprogramm des Landes und des Europäischen Sozialfonds (ESF) zur Verfügung. Darüber setzt beispielsweise die Bremer Volkshochschule Maßnahmen in den Grundbildungsdomänen Lesen, Schreiben, Mathematik und digitale Medien um, die sich an Beschäftigte oder arbeitssuchende deutschsprachige Erwachsene richten.

Für die Integration Geflüchteter hat der Bremer Senat ein Integrationskonzept verabschiedet. Dadurch ist es gelungen, Angebote der politischen Grundbildung für Geflüchtete zu entwickeln sowie das Qualifizierungsangebot für Dozentinnen und Dozenten in der Sprachbildung auszubauen.

Fachstelle und Bündnis Alphabetisierung und Grundbildung

Die inhaltliche Umsetzung des Bremer Konzepts für Alphabetisierung und Grundbildung erfolgt durch die organisationsübergreifende Arbeitsgruppe für Alphabetisierung und Grundbildung. Der Arbeitsgruppe gehören Akteurinnen und Akteure aus Weiterbildungseinrichtungen, Gewerkschaften, den regionalen Agenturen für Arbeit, Jobcentern, Wohlfahrtverbänden, Beschäftigungsträgern sowie verschiedene Senatsressorts an. Die Koordinierung und inhaltliche Ausrichtung der Arbeitsgruppe übernimmt ein Fachreferat im Bildungsressort. Es fungiert auch als Schnittstelle zwischen Bund und Land.