Mehrgenerationenhäuser in der AlphaDekade

Seit dem 01.01.2018 haben alle Mehrgenerationenhäuser die Möglichkeit, sich im Rahmen eines fakultativen Sonderschwerpunkts an der Nationalen Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung zu beteiligen.

Rund 170 der vom Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) geförderten Mehrgenerationenhäuser erhalten seit Jahresbeginn für Projekte zur Förderung der Lese- Schreib- und Rechenkompetenzen von erwachsenen Menschen zwischen 5.000 und 15.000 Euro als jährliche Förderung. Hierfür werden vom Bundesbildungsministerium (BMBF) im Rahmen der Nationalen Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung bis zum Jahr 2020 zusätzliche Mittel in Höhe von rund zwei Millionen Euro jährlich zur Verfügung gestellt.

„Die Mehrgenerationenhäuser sind kommunal gut vernetzte Orte der Begegnung. Ihre niedrigschwelligen Angebote für Freizeit, Bildung und Unterstützung werden intensiv genutzt. Daher sind sie in der Lage Menschen anzusprechen, die sich mit herkömmlichen Maßnahmen der Alphabetisierung und Grundbildung nur schwer erreichen lassen“, betont Bundesfamilienministerin Katharina Barley.

„Wir wollen erreichen, dass mehr Menschen als bisher den Mut finden, auch in späteren Lebensphasen ihre Fähigkeiten im Lesen und Schreiben zu verbessern. Entscheidend dafür ist, diese Menschen in ihrem gewohnten Umfeld anzusprechen und ihnen dort individuell passende Lernangebote zu unterbreiten“, so Bundesbildungsministerin Johanna Wanka.

Die Mehrgenerationenhäuser engagieren sich in vielfältigen Projekten und Maßnahmen zur Förderung der Lese-, Schreib- und Rechenkompetenzen. Viele Mehrgenerationenhäuser bieten Beratung und Unterstützung beim Lesen und Verstehen von behördlichen Schreiben an, installieren ein Lerncafé oder stellen Möglichkeiten für die Nutzung von Selbstlernprogrammen wie www.ich-will-lernen.de zur Verfügung. Darüber hinaus finden vielfältige kreative Angebote nach schriftlicher Anleitung, Vorleserunden, Theaterprojekte und spielerische Lernangebote statt. Der Ausbau von Kooperationen zu lokalen Unternehmen und Bildungsträgern soll ebenso gefördert werden, wie die Einbindung von Bibliotheken. Zudem sollen Ausstellungen und Aktionstage das soziale Umfeld sensibilisieren und auf das Thema aufmerksam machen.

Erfahrene Akteure in der Alphadekade wie Volkshochschulen oder Grundbildungszentren sind aufgerufen, die Mehrgenerationenhäuser in ihrer Region  zu unterstützen und mit Ihnen komplementäre Angebote zu entwickeln.