Der Wissenschaftliche Beirat

Der Wissenschaftliche Beirat trägt mit seiner Expertise zur Gestaltung der AlphaDekade bei und berät die Gremien insbesondere hinsichtlich der Themen- und Schwerpunktsetzung.

Dem Wissenschaftlichen Beirat gehören für den Zeitraum 2016 – 2021 folgende Wissenschaftler an: 

Prof. Dr. Helmut Bremer

© Astrid Bremer

Prof. Dr. Helmut Bremer

Professor für Erwachsenenbildung, Schwerpunkt Politische Bildung an der Fakultät für Bildungswissenschaften an der Universität Duisburg-Essen.

„Um schriftsprachbezogene Lernprozesse anzustoßen, beispielsweise einen Kurs zu besuchen, müssen wir mehr über die Lebenswelt der Lernenden erfahren. Oft ist der traditionelle Kurs einfach nicht das richtige Format. Was könnten Anlässe sein, die Schriftsprache zu erlernen? Als Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung werde ich mich dafür einsetzen, dass wir eine Sensibilität für die Lebenswelt von Lernenden mit geringen Schriftsprachkenntnissen entwickeln und mehr über ihre persönlichen Literalitätskonzepte erfahren.“

Dr. Alexis Feldmeier Garcia

Dr. Alexis Feldmeier García

Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (Deutschdidaktik).

„Am Ende der Dekade sollten Lehrkräfte der Alphabetisierung professioneller ausgebildet sein und über geeignete, zielgruppengerechte Unterrichtsmaterialien verfügen. Nur so können sie dazu beitragen, dass sich die Teilnehmerzahl in den Alphabetisierungskursen erhöht. Als Beiratsmitglied werde ich mich insbesondere dafür einsetzen, dass Analphabeten mit Migrationshintergrund in Entsprechung zu ihrem Anteil in der Gesellschaft Berücksichtigung finden.“

Prof. Dr. Ingrid Gogolin

© Scholzfoto

Prof. Dr. Ingrid Gogolin

Institut für International und Interkulturell Vergleichende Erziehungswissenschaft an der Universität Hamburg.

„Welche Bildungsvoraussetzungen haben funktionale Analphabeten in Deutschland? Was sind die Gründe für ihr Scheitern? Die Antworten auf diese Fragen haben höchste Priorität bei der Entwicklung von Strategien zur Nachteilsbeseitigung. Als Mitglied des Beirats möchte ich dazu beitragen herauszufinden, wie es dazu kommt, dass so viele Menschen unser Bildungssystem durchlaufen und dabei das Bildungsminimum der Lese- und Schreibkundigkeit nicht erlangen.“

Prof. Dr. Anke Grotlüschen

© Asmus Henkel

Prof. Dr. Anke Grotlüschen

Professorin für lebenslanges Lernen an der Universität Hamburg.

„Wenn wir mit unseren Alphabetisierungsmaßnahmen jährlich einen Prozent der erwachsenen Bevölkerung und damit 50.000 statt derzeit 20.000 Menschen erreichen, dann ist das ein toller Erfolg! Im Beirat werde ich insbesondere für die Einspeisung von Forschungsergebnissen mit Fokus auf Erwachsenenbildung, Grundbildung und internationale Literalitätsforschung verantwortlich sein.“

Prof. Dr. Klaus Hurrelmann

©Hertie School of Governance

Prof. Dr. Klaus Hurrelmann

Sozialwissenschaftler mit dem Schwerpunkt Jugend-, Bildungs- und Gesundheitsforschung. Seit 2009 Senior Professor of Public Health and Education an der Hertie School of Governance in Berlin.

„Wichtigstes Ziel der Dekade für Alphabetisierung ist für mich, den Anteil benachteiligter Kinder und Jugendlicher zu reduzieren – denn hier liegen die Wurzeln des Analphabetismus. Meine Aufgabe sehe ich vor allem darin, Bildungsprogramme in Kindergärten und Schulen anzustoßen, um im frühen Lebenslauf schon eine bessere Weichenstellung für spätere Qualifikationen zu ermöglichen.“

Prof. Dr. Cordula Löffler

©Axel Schwerda

Prof. Dr. Cordula Löffler

Professorin im Fach Deutsch mit Sprecherziehung an der Pädagogischen Hochschule Weingarten. Leiterin des Master-Studiengangs Alphabetisierung und Grundbildung.

„Am Ende der Dekade muss ein professionelles Grundbildungsangebot stehen, das ebenso wie die notwendige Prävention im Bildungssystem verankert ist. Besonders am Herzen liegt mir die Professionalisierung von Grundbildner/inne/n, verbunden mit der Schaffung adäquater Arbeitsverhältnisse, z.B. in Grundbildungszentren. Als Mitglied des wissenschaftlichen Beirats bringe ich mich im Bereich der Forschung, Professionalisierung und Prävention ein.“

Prof. Dr. Nele McElvany

© Nele McElvany

Prof. Dr. Nele McElvany

Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Schulentwicklungsforschung (IFS), Universitätsprofessorin für Empirische Bildungsforschung.

„Das Ziel der Dekade können wir nur erreichen, wenn wir optimale Lerngelegenheiten für unterschiedliche Zielgruppen schaffen und diese kontinuierlich weiterentwickeln. Hierbei ist die systematische Verschränkung von Wissenschaft und Praxis von zentraler Bedeutung. Als Beiratsmitglied bringe ich meine Expertise in den Themenfeldern Lesekompetenzerwerb und -entwicklung sowie Bedingungen der Lesesozialisation und –förderung im Kontext der Familie und Grundschule ein.“

Prof. Dr. Beatrice Rammstedt

©Markus Heissler

Prof. Dr. Beatrice Rammstedt

GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, wissenschaftliche Leiterin der Abteilung Survey Design and Methodology (SDM) und Universität Mannheim, Lehrstuhl für Psychologische Diagnostik, Umfragedesign und Methodik.

„Im Rahmen der Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung ist es mir sehr wichtig, dass wir die Ursachen von funktionalem Analphabetismus besser erforschen. Nur so können wir Risikofaktoren identifizieren und Maßnahmen entwickeln, die mittelfristig dazu beitragen, die Verbreitung von funktionalem Analphabetismus in Deutschland zu reduzieren.“

Prof. Dr. Josef Schrader

©DIE/Herke

Prof. Dr. Josef Schrader

Wissenschaftlicher Direktor des Deutsches Institut für Erwachsenenbildung, DIE; Professor für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Erwachsenenbildung/Weiterbildung Universität Thübingen.

„Die Nationale Dekade Alphabetisierung und Grundbildung bietet eine einzigartige Chance, wissenschaftliche Grundlagen und institutionelle Rahmenbedingungen von Bildungs- und Beratungsangeboten weiterzuentwickeln und dauerhaft zu sichern. Als Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates werde ich mich besonders dafür einsetzen, dass die vorliegenden Forschungsergebnisse aus der Erwachsenenbildung und anderen Bildungsbereichen systematisch aufgearbeitet und handlungsorientiert verbreitet werden. Dringenden Forschungsbedarf sehe ich in der Analyse von Lehr-Lernprozessen, in der Entwicklung didaktischer Materialien für binnendifferenziertes Lernen und in der verbesserten Nutzung digitaler Medien.“

Prof. Dr. Rudolf Tippelt

© LMU München

Prof. Dr. Rudolf Tippelt, i.R.

Fakultät für Psychologie und Pädagogik, LMU München.

„In der nächsten Alpha-Dekade müssen die Lese- und Schreibkompetenzen aller Altersgruppen durch Fördermaßnahmen in der frühkindlichen, der schulischen und der Erwachsenenbildung deutlich verbessert werden. Hierzu ist eine enge Verzahnung von Praxis, Wissenschaft und Politik notwendig. Im Vordergrund stehen die Fortbildung von Pädagogen sowie die Ausrichtung der Angebote auf die allgemeine und die berufliche Bildung. Mein Beitrag liegt in der Konzentration auf die Grundbildung von jungen und älteren Erwachsenen sowie auf der Analyse der Kooperationen von Einrichtungen, die in der Grundbildung und Alphabetisierung tätig sind.“